Pfeil Icon06.03.2020

Nagold

Das Montieren, Prüfen und Beschriften von Zahnrädern erledigt die MSM211678 von MartinMechanic in 40 Sekunden.

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Anlagenbau: Neue Arbeitszelle von MartinMechanic montiert, prüft und beschriftet in absoluter Bestzeit / Fertigung von Zahnrädern

Nagold (k-w). Damit die Montage, die Prüfung des Drehmoments und das Beschriften von zwei ineinanderliegenden Zahnrädern in kürzester Zeit erfolgen können, hat der Sondermaschinenbauer MartinMechanic die robotergestützte Anlage MSM211678 entwickelt, mit der alle Arbeitsgänge in der Rekordzeit von 40 Sekunden erledigt werden.

Die beiden Zahnräder, die Feder und der Arretierbolzen werden jeweils drehlagenorientiert in einer der beiden Zuführ-Schubladen bereitgestellt. In den Schubladen befinden sich variantenspezifische Teileaufnahmen. Der Werker erfasst den Auftrag mit dem Handscanner. Die SPS-Steuerung gleicht ab, ob die 4-Bit-Codierung der Aufnahme zum angewählten Rezept passt. Der Roboter vom Typ Omron-Yamaha XG600 bedient sich jeweils aus den beiden Schubladen. Dabei wird der Beladezustand ständig überwacht.

Zunächst legt der Scara-Roboter das erste Zahnrad in die Montagestation ein. Hier wird es mit einem Fixierarm gesichert, damit es sich nicht mehr verdrehen kann. Der Roboter ist mit einem Dreifach-Multigreifer ausgestattet, mit dem er sich anschließend die Feder holt, diese spannt und in das erste Zahnrad einlegt. Danach greift er zum zweiten Zahnrad, um es mit dem ersten zusammenzufügen und über einen Bajonettverschluss zu verriegeln.

Durch Drehungen nach links und rechts um eine vorgegebene Gradzahl wird nun das Drehmoment überprüft. Entspricht es den Soll-Vorgaben, werden die Zahnräder in ihre Ausgangsposition zurückgedreht. Mit dem Bolzen, der ebenfalls in der Schublade bereitliegt, werden die Zahnräder arretiert.

Schon geht es weiter zur Laser-Beschriftungsstation, die sich in einer Schutzkabine mit Absaugeinheit befindet. Die Bauteile werden in Klarschrift mit Logo, Artikel- und Auftragsnummer, Produktionsdatum und dem erfassten Drehmoment beschriftet. Außerdem wird der passende QR-Code aufgebracht, der nach der Laserbeschriftung nochmals gegengelesen wird. Die fertigen Teile wandern nach der abschließenden Entmagnetisierung wieder in ihre Ausgangsschublade zurück, wo sie der Werker entnimmt.

Die Zahnräder, die nicht in Ordnung sind, legt der Roboter auf ein separates Austrageband, auf dem sie gegen einen Anschlag laufen, damit sie nicht zu Boden fallen und beschädigt werden können. Diese Ausschussteile werden vom Werker entnommen, demontiert und schließlich nochmal nachgearbeitet.

Mit einer Stellfläche von gerade einmal vier Quadratmeter ist die teilautomatisierte Anlage recht kompakt gehalten. Es können sechs verschiedene Zahnrad-Varianten verarbeitet werden, die farblich unterschiedlich gekennzeichnet sind, um Verwechslungen zu vermeiden. Das Bedienpanel für die SPS-Steuerung S7 1500F wurde in der Seitenwand fest integriert. Der Vier-Achs-Roboter hat einen Z-Hub von 400 Millimeter auf der vertikalen Achse.

Weitere Infos:www.MartinMechanic.com