Pfeil Icon21.12.2020

Nagold

Zuverlässig und prozesssicher: die halbautomatisierte Anlage MBU01979 von MartinMechanic zur Prüfung von Füllventilen.
Bild: MartinMechanic

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Nach 90 Sekunden Prüfung bestanden

Nach 90 Sekunden Prüfung bestanden 

 Regelungstechnik: Neue Anlage von MartinMechanic testet Ventile für Chemieindustrie 

Nagold (k-w). Gleich als Zwillingspaar kommt eine neue Arbeitszelle von MartinMechanic zur Prüfung von Füllventilen daher. Und da die beiden halbautomatisierten Anlagen in der Chemieindustrie ganz dringend gebraucht wurden, wurden sie unter Hochdruck schon innerhalb von 18 Wochen nach China geliefert und in Betrieb genommen. 

Das war insoweit möglich, als dass die Konstruktionsdaten der MBU01979 im Vorfeld zur Verfügung standen. MartinMechanic fertigte die einzelnen Komponenten, baute diese zusammen und übernahm auch die Programmierung der Prüfanlage, deren Herzstück ein modulares Messmodul ist. Dieses kann ein Füllventil innerhalb von 90 Sekunden auf Durchfluss, Dichtheit und einen möglichen Druckabfall prüfen und einstellen. Sämtliche Prozessparameter des Prüfvorgangs werden über ein Paneel eingegeben und gegebenenfalls angepasst. Das Prüfgerät ist über eine HMI-Schnittstelle direkt mit der Anlagensteuerung verknüpft. 

Für die Prüfung öffnet der Werker zunächst die Schutztür von Hand und legt das Ventil in den Einlegebereich ein. Anschließend wird es mit Niederhaltern fixiert. Der komplette Einlegebereich wurde wegen der hohen Anforderung an die Reinheit und um ein Korrodieren zu vermeiden, in Edelstahl ausgeführt. Erst wenn der Werker bestätigt, dass er die Anlagentür wieder ordnungsgemäß verschlossen hat, startet der Prüfvorgang. 

Das Ventil wird vorab gescannt. Der Prüfkopf senkt sich über das Bauteil, das mit Prüfflüssigkeit unter Druck gesetzt wird. Nach einer vorgegebenen Zeit wird der gemessene Durchfluss und Druckabfall mit den Sollwerten abgeglichen. Auf diese Weise lassen sich selbst kleinste Fehler und Leckagen orten und Einstellungen treffen. 

Der Prüfkopf verharrt in seiner Arbeitsstellung. Das Ventil wird nun geöffnet, um den Massefluss in der Zuleitung messen zu können. Ein Sensor steuert den Präzisionsdruckregler, über den Druckänderungen am Ventil ausgeglichen werden, bis sich ein konstanter Volumenstrom am Sensor einstellt. Für überschüssige Flüssigkeiten wurde ein Abtropfbehälter angebracht. 

Das Ergebnis der Prüfung wird mit den hinterlegten Parametern abgeglichen und ausgewertet. Damit das Prüfgerät konstant zuverlässige und prozesssichere Werte abgibt, gleicht es die Werte regelmäßig mit einem eichfähigen Messnormal ab. 

Die kompakte, modular aufgebaute Anlage ist einfach zu bedienen und in den laufenden Produktionsprozess leicht zu integrieren. Obwohl sie autark arbeitet, können alle Parameter zwischendurch abgerufen werden. Die Prozessdaten werden auf gängige Speichermedien aufgespielt, um sie 

anschließend auszulesen. Die Datei lässt sich in Excel öffnen und auswerten. 

Damit die Anlage gut zugänglich ist, wurden an allen Seiten Echtglas-Türen angebracht. Deshalb ist die Anlagensteuerung und Auswertetechnik in einem separaten Schaltschrank neben der Prüfzelle untergebracht. Auch bei dieser neuen Arbeitszelle vertrauten ihre Konstrukteure auf eine Siemens-Steuerung. Hierbei handelt es sich um die SF1500SF die mit IPCs zur Messauswertung erweitert wurde. Die Menüführung ist umschaltbar in den drei Sprachen Deutsch, Englisch und Chinesisch möglich. 

KONTAKT 

MartinMechanic Friedrich Martin GmbH & Co KG 

Heinrich-Hertz-Straße 2, 72202 Nagold, Deutschland 

Telefon: +49 (0)7452-84660, Fax: +49 (0)7452-8466566 

Mail:info@MartinMechanic.com, Internet:www.MartinMechanic.com 

Prinzipiell alles aus einer Hand 

MartinMechanic ist ein von Friedrich Martin gegründetes mittelständisches Unternehmen, das seit über 50 Jahren Standard- und Sonderanlagen plant und baut. Heute wird der Familienbetrieb in Nagold erfolgreich von seinen Söhnen Claus und Frank Martin geführt. Das Spektrum realisierter Lösungen reicht von kleinen Vorrichtungen bis hin zu komplexen Anlagen. Das Alles-aus-einer-Hand-Prinzip der schwäbischen Tüftler beinhaltet sowohl Projektierung und Konstruktion als auch Teilefertigung, Schlosserei und Steuerungsbau sowie die mechanische und elektrische Inbetriebnahme. Vor ihrer Auslieferung durchläuft jede Anlage einen umfassenden Testlauf bei MartinMechanic unter realitätsnahen Bedingungen. Die weltweiten Kunden vertrauen auf gute technische Lösungen, die sauber umgesetzt werden, verbunden mit einem optimalen Service.