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25. April 2024

Mit dem Projekt “Curium-5” zeigt die PTS GmbH, dass fortschrittliche Technologie und Bildungsarbeit Hand in Hand gehen können, um die Zukunft der Raumfahrt nachhaltig zu gestalten.

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All für alle: Mit dem Projekt “Curium-5” zeigt das Spacetech-Startup PTS im Juli, dass Weltraum günstiger geht

  • Ariane 6 schickt einen Satelliten aus handelsüblichen Komponenten ins All
  • Testergebnisse werden frei zugänglich sei

Mit begrenztem Budget und der Nutzung von Standardkomponenten aus der Industrie effektiv ins All starten. Im Juli dieses Jahres ist es für das Spacetech-Startup PTS GmbH so weit: Wenn alles nach Plan läuft, werden die Berliner dann ihr neuestes Projekt, den CubeSat „Curium 5“, mit einer Ariane-6-Rakete vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana etwa 550 Kilometer über die Erde ins Weltall bringen. Dort ist der Satellit dann voraussichtlich mindestens zehn Jahre in einer Erdumlaufbahn unterwegs.

Der Einsatz des „Curium 5“ markiert einen spannenden Fortschritt in der zivilen Raumfahrttechnologie. Denn das Projekt nutzt handelsübliche Bauteile, die in einem Satelliten der Mini-Klasse verbaut sind. Mit einer Dimension von nur 113 x 226 x 340 Millimetern und einem Gewicht von weniger als acht Kilogramm demonstriert „Curium 5“, dass man auch mit begrenztem Budget und Standardkomponenten aus der Industrie effektiv ins All starten kann.

Dies bezieht sich zum Beispiel auf die Stromversorgung des Satelliten: Sie wird mit kommerziellen und handelsüblichen Solarzellen sichergestellt, die von PTS selbst entwickelt wurden und um den Faktor zehn günstiger sind als die zum Beispiel bei der ISS verwendeten Solarzellen. Auch sie werden ab Juli im Weltall getestet.

Großes Ziel der Mission ist es, neue Wege in der Satellitenfertigung zu erproben und so die Kosten drastisch zu reduzieren. In seiner Lebensdauer werden alle Funktionen des Satelliten getestet, Kameraaufnahmen gemacht und Informationen kontinuierlich zur Erde gesendet.

„Curium 5“ wird in der Lage sein, sich im All zu orientieren und Daten zurück zur Erde zu senden, wobei einfache und günstige Techniken genutzt werden, die auch in anderen Industriebereichen zum Einsatz kommen.

Seine Solarmodule versorgen den Satelliten mit Energie und ermöglichen es, verschiedene Geräte und Sensoren wie Kameras und Temperaturfühler zu betreiben. Die bisher verwendeten Solarzellen für den Weltraum kosten für einen Satelliten dieser Größe mehr als 500.000 Euro, mit der PTS-Entwicklung können diese Kosten auf weniger als 5.000 Euro gesenkt werden.

Ein wesentlicher Aspekt des Projekts, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt wird, ist die Bildungskomponente: Studierende und Raumfahrtbegeisterte sind tief in das Projekt eingebunden und sammeln praktische Erfahrungen in allen Phasen der Mission – von der Planung und dem Bau bis hin zum Start des Satelliten. Diese Erfahrungen sollen dazu beitragen, die Raumfahrttechnologie zugänglicher und erschwinglicher zu machen.

Die Ergebnisse und Entwürfe von „Curium 5“ werden der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht, wodurch Wissen und Technologie weltweit geteilt und weiterentwickelt werden können. Dies fördert nicht nur das globale Verständnis und Interesse an der Raumfahrt, sondern stärkt auch die internationale Gemeinschaft der Raumfahrtbegeisterten.

Mit dem Projekt „Curium 5“ zeigt die PTS GmbH, dass fortschrittliche Technologie und Bildungsarbeit Hand in Hand gehen können, um die Zukunft der Raumfahrt nachhaltig zu gestalten.

Pressekontakt:

PTS Planetary Transport Systems
Hein Joachim Schöttes, Leiter Unternehmenskommunikation

Alber-Einstein-Ring 22
14532 Kleinmachnow

presse@zeitfracht.de