Pfeil Icon12.05.2020

Varel

Wir hören zu, bevor wir Lösungen suchen

Weitere Artikel

Neue Qualitätsstandards gesetzt

Analyse von Bedarfen bei Anwendern

Innovationen finden nur ihren Weg in die Industrie, wenn sie beim Anwender auch tatsächliche Probleme lösen. Daher haben wir von MIN e.V zunächst die Anwender vor Ort besucht und zugehört. So konnten wir deren aktuellen Bedarf an innovativen fertigungstechnischen Lösungen für ganz konkrete Aufgabenstellungen ermitteln.

Das Ergebnis war sehr aufschlussreich. Eingangs haben wir bei den besuchten Firmen gefragt, ob es Aufgabenstellung in oder im Umfeld der Fertigung gibt, bei denen sie sich vorstellen könnten, diese besser in Zusammenarbeit mit einem geeigneten Partner zu lösen, anstatt alleine. Dabei haben wir bewusst darauf verzichtet nach der Notwendigkeit von Digitalisierung, Vernetzung, Industrie 4.0 usw. zu fragen. Wir wollten schließlich nicht mit der Lösung, sondern mit dem Problem anfangen.

Insgesamt wurden während der Gespräche bei den Endanwendern 35 Aufgabenstellungen ermittelt. Diese konkreten Aufgaben wurden dann in die folgenden Lösungsklassen eingeteilt, die sich wie folgt klassifizieren und gewichten lassen:

  1. Digitale vernetzte Kommunikation in der Produktion (72% der Aufgabenstellungen)
  2. Fertigungsplanung und Materialbeschaffung (49% der Aufgabenstellungen)
  3. Softwarelösungen in der Produktion (23% der Aufgabenstellungen)
  4. Werkstückhandling (23% der Aufgabenstellungen)
  5. Prozess- und Maschinenzustandsüberwachung (20% der Aufgabenstellungen)
  6. .Bearbeitungsprozess (20% der Aufgabenstellungen)
  7. Werkzeughandling (9% der Aufgabenstellungen)
Unsere Schlussfolgerung ist, dass die vielfach ablehnende Haltung bei vielen, gerade kleinen und mittelständischen, Unternehmen gegenüber Digitalisierung und Industrie 4.0 nicht daran liegt, dass hierfür tatsächlich kein Bedarf vorhanden ist oder dieser nicht gesehen wird. Der Grund dafür ist vielmehr eine große Verwirrung aufgrund der Tatsache, dass die Endanwender mit neuen Lösungen bombardiert werden, ohne dass jemand mit ihnen zunächst mal im Einzelnen ihre individuellen Bedarfsfälle analysiert und dann den Zusammenhang mit den innovativen Lösungen hergeleitet hat.
Wir im MIN e.V. starten daher mit einer klaren Analyse der Bedarfe und setzten dann auf ein starkes Konsortium, das sich im zweiten Schritt mit der Lösung auseinandersetzt.